EnBW-Handel setzt auf KI für präzisere Prognosen im Bilanzkreismanagement

Mit cpX.AI und cpX.Energy realisiert die EnBW KI-gestützte Gasbedarfsprognosen und optimiert damit die wirtschaftliche Steuerung ihrer Bilanzkreise.

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Die EnBW Energie Baden-Württemberg (EnBW) setzt für das Bilanzkreismanagement auf die SaaS-Plattform cpX.Energy von Sopra Steria. Die Lösung unterstützt die Verarbeitung und Bereitstellung der für die Bilanzierung relevanten Daten und schafft eine durchgängige Grundlage für die Umsetzung der Anforderungen aus dem regulatorischen Umfeld des deutschen Gasmarkts, insbesondere im Kontext der Bilanzierungsregelungen nach GaBi Gas.

Für Energiehändler sind präzise Absatz- und Bedarfsprognosen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Volatile Märkte, veränderte Verbrauchsmuster und regulatorische Rahmenbedingungen erhöhen jedoch die Komplexität des Bilanzkreismanagements kontinuierlich. Je genauer die Prognosen den tatsächlichen Energiebedarf abbilden, desto geringer fallen die Bilanzierungsabweichungen und die daraus resultierenden Bilanzkreis- und Beschaffungskosten aus.

Mit cpX.AI wurde die Plattform um einen KI-basierten Prognoseservice erweitert. Die Prognosewerte werden automatisiert erzeugt und direkt in die bestehenden Bilanzkreisprozesse integriert.

Die Fakten

  • KI-basierte Gasbedarfsprognosen: Mit cpX.AI hat die EnBW die Plattform cpX.Energy um einen KI-gestützten Prognoseservice erweitert. Dieser erstellt Absatz- und Bedarfsprognosen automatisiert.
  • Direkte Integration ins Bilanzkreismanagement: Die Prognosewerte werden mehrfach täglich berechnet und automatisch in die bestehenden Bilanzkreisprozesse auf cpX.Energy zurückgespielt.
  • Verbesserte Prognosequalität: Im Rahmen eines mehrmonatigen Proof of Concept konnte cpX.AI eine höhere Prognosegüte nachweisen als zuvor eingesetzte Verfahren.
  • Mehr Effizienz und geringere Kosten: Durch den höheren Automatisierungsgrad und die Reduzierung von Bilanzierungsabweichungen unterstützt die Lösung eine wirtschaftlichere Bilanzkreisbewirtschaftung und senkt potenzielle Ausgleichsenergie- und Beschaffungskosten.
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Die Herausforderung

Für Energieunternehmen wie die EnBW sind präzise Prognosen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Bereits geringe Abweichungen zwischen prognostizierten und tatsächlichen Energiemengen können im Bilanzkreismanagement zu spürbaren Ausgleichsenergie- und Bilanzierungskosten führen. Gleichzeitig steigen durch Marktveränderungen, volatile Verbrauchsmuster und regulatorische Anforderungen die Ansprüche an Geschwindigkeit, Transparenz und Prognosequalität.

Die EnBW suchte daher nach einer Lösung, die bestehende Prognoseverfahren nicht nur ersetzt, sondern auch qualitativ verbessert und vollständig in die operativen Prozesse integriert. Besonderes Augenmerk lag auf der Nachvollziehbarkeit der Prognosemodelle, der schnellen Verarbeitung großer Datenmengen und der automatisierten Einbindung in das bestehende Bilanzkreismanagement auf cpX.Energy.

Das Ergebnis

In einem mehrmonatigen Proof of Concept konnte cpX.AI nachweisen, dass die erzeugten Absatzprognosen eine höhere Qualität liefern als das zuvor eingesetzte Verfahren. Ausschlaggebend für den Erfolg war neben der Prognosegüte vor allem die durchgängige Automatisierung: Ist-Daten werden aus cpX.Energy übernommen, um aktuelle Einflussgrößen ergänzt, mehrfach täglich neu berechnet und anschließend automatisch an das Fachmodul für Bilanzkreismanagement zurückgespielt.

Grundlage für das zyklische Training der Prognosemodelle sind neben externen Einflussgrößen wie Wetterdaten, Feiertags- oder Werkskalendern die historischen Messwerte. Ein integriertes Monitoring unterstützt die EnBW bei der Darstellung von Vollständigkeit, Auffälligkeiten, Vorhersagequalität und Prognosefehlern.

Die Lösung prognostiziert mehrere hundert Zählpunkte innerhalb weniger Minuten und unterstützt auch sogenannte Kaltstartszenarien für neue Messpunkte auf Basis historischer Lastgänge und der Bereitstellung weiterer Einflussgrößen an das KI-Modell. Nach erfolgreichem Parallelbetrieb hat die EnBW cpX.AI als ihr führendes Prognosesystem freigegeben.

Das Ergebnis sind ein höherer Automatisierungsgrad, eine nachweislich verbesserte Prognosequalität und eine wirtschaftlichere Bilanzkreisbewirtschaftung durch die Reduzierung von Bilanzierungsabweichungen und den damit verbundenen Kosten.

 

Für Tanja Neff, Product Owner cpX.Energy im EnBW-Handel, verbindet die Sopra Steria Plattform leistungsstarke KI-Funktionen mit einer praxisnahen und benutzerfreundlichen Anwendung und ermöglicht der EnBW somit präzisere Prognosen.

Matthias Reick, IT Solution Manager Gas im EnBW-Handel war insbesondere beindruckt von der reibungsfreien und sehr schnellen Integration von cpX.AI in das seit vielen Jahren bestehende cpX.Energy .BCM-System.

Über den Kunden

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) gehört zu den größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Das Unternehmen engagiert sich entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette – von Erzeugung, Handel und Transport über Vertrieb bis hin zu innovativen Energie- und Infrastrukturprojekten.

Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie setzt die EnBW konsequent auf moderne Plattformen, Cloud-Technologien und datengetriebene Verfahren. Gemeinsam mit Sopra Steria entstand so eine Lösung, die moderne KI-Verfahren mit energiewirtschaftlicher Fachlichkeit verbindet und die Grundlage für eine datengetriebene und wirtschaftliche Bilanzkreisbewirtschaftung schafft.